Wir wollen ein Haus bauen. Die Entscheidung ist gefallen. Es geht los. Mit unseren zwei Kindern wird unsere derzeitige Wohnung zu eng. Für ein drittes Kind ist sie zu klein. Das richtige Grundstück ist schnell gefunden. Es liegt im Zentrum des Ortes an einer kleinen Seitenstraße ohne Durchgangsverkehr. Ein Fahrrad- und Fußweg führt direkt zur weiterführenden Schule und zum Einkaufszentrum. Pläne für unser
Wunschhaus hatten wir schon lange in der Schublade. Ein Bauunternehmen, das unser Haus nach unseren Vorstellungen baut, ist schnell gefunden. Dieses Unternehmen ist vor Ort.
Da das Bauen eines Hauses für uns eine einmalige Sache sein wird, bin ich mit einem
Bautagebuch angefangen. Die ersten Fotos entstanden auf der grünen Wiese. Nichts als Gras ist auf diesem Bild. Der nächste Schritt ist das Auswinkeln des Hauses. Beim Fotografieren dieser Aktion werde ich von unseren zukünftigen Nachbarn belächelt. So ein paar Leinen und grünes Gras fotografieren, das verstanden sie nicht. War mir egal. Beinahe täglich geht es auf den Bau mit dem Fotoapparat. Nach dem Fotografieren habe ich die Bilder gleich auf den PC gezogen und mit Kommentaren wie Datum usw. versehen.
Von den ersten Steinen die gemauert wurden, über das Aufsetzen des Dachstuhles bis zum Richtfest habe ich immer wieder Fotos für unser
Bautagebuch gemacht. Sämtliche Leitungen sind ebenfalls dokumentiert worden. Wer weiß wofür die einmal wichtig sind. Das
Haus stand, wir feierten Einweihung mit unseren neuen Nachbarn. Als ich dann mein Bautagebuch, dass ich mittlerweile habe drucken lassen, hervorholte, waren meine Nachbarn total begeistert. Sie selber bedauern es, nicht bei Baubeginn ebenfalls solche Dokumentation gemacht zu haben. Dies kann nie nachgeholt werden. Gut das wir das Buch haben!