Wann immer man über Geld spricht, spricht man auch über
Zinsen. Zinsen gibt es zum einen für geliehenes Geld, man muss mehr Geld zurück bezahlen als man sich geliehen hat, also Zinsen bezahlen. Die selben bekommt man natürlich auch dann, wenn man zum Beispiel seiner Bank Geld zur Verfügung stellt in dem man es auf ein Sparbuch legt oder aber in ein Tagesgeld investiert. Dann bekommt man
Zinsen zurückgezahlt, weil man der Bank Kapital Verfügung gestellt hat mit dem sie arbeiten konnte. Wenn eine Bank mit ihren Tagesgeldkonto zum Beispiel mit 2,5 % Verzinsung wirbt, dann meint sie damit immer den Nominalzins. Wenn ich es einmal einfach ausdrücken darf, ich bezahle 1000 € in ein Konto auf das 2,5 % Verzinsung erhalte, ohne dass es dort genau ein Jahr liegen. Dann habe ich bei einer jährlichen Auszahlung der Zinsen auf meinem Konto nach dem Jahr 1025 €. Das heißt unterm Strich habe ich also 25 € Gewinn gemacht.
Realzins ist deutlich niedriger
Aber dann gibt es ja auch immer noch den so genannten
Realzins. der Realzins ist der Zins, den ich durch meine Kapitalanlage wirklich an Kaufkraft meines Geldes gewonnen habe. Denn in dem einen Jahr, in dem ich mein Geld der Bank zur Führung gestellt hat es natürlich auch Inflation gegeben. Die Inflationsrate wird jedes Jahr bekannt gegeben, und sie gibt an um wie viel Prozent sich die Kaufkraft des Geldes verändert hat. Dass wir eine Inflation mit unserem Geld haben, lässt sich einfach daran erkennen das Produkte über Jahre gesehen beständig teurer werden. Vor 45 Jahren hat man eine Kugel Eis in der Eisdiele für 10 oder 0,20 DM bekommen. Heutzutage kostet eine Kugel Eis gerne auch schon mal 0,75 € oder einen Euro. Wenn ich also bedenke, dass ich 2,5% Verzinsung auf meine Anlage bekomme, allerdings ein Prozent Inflationsrate dagegen rechnen muss, bleiben wir unterm Strich genau 1,5 %, die ich an Kaufkraft durch meine Kapitalanlage hinzubekommen habe. Dementsprechend liegt der
Realzins bei einer steigenden Inflationsrate also beständig unter dem Nominalzins. Bedenklicher ist die Alternative, will sagen ich lege mein Geld unter mein Kopfkissen, dann hätte ich nach einem Jahr weniger als die 1000 € Kaufkraft. Das heißt ich habe zusätzlich zum Inflationsausgleich über meine Anlage ins Tagesgeldkonto also auch noch etwas gewonnen. Also war es eine gewinnbringende Anlage die ich wiederholen kann.